7. Das Auge im Wind

Meine Stimme bringt Glück und Gefahr.

 

Inspiration: Sirenen

Auch über die Sirenen gibt es viele Geschichten: In der griechischen Mythologie werden sie als Mischwesen beschrieben, die auf einem Vogelkörper einen Frauenkopf sitzen haben und unbeschreiblich schön singen können. Mit ihrem Gesang sollen sie Seeleute in den Tod gelockt haben. Im Laufe der Zeit bekamen die Sirenen dann Fischschwänze und tauchten als verführerische Meerjungfrauen überall auf der Welt wieder auf. In älteren Erzählungen waren die Sirenen aber Töchter der Chthon, der tiefen Erde beziehungsweise der Unterwelt. Sie waren dafür zuständig, mit ihrem bezaubernden Gesang diejenigen in Empfang zu nehmen, die ins Totenreich eingehen mussten, versüßten also allen den Übergang in den Tod – egal ob Seemann oder nicht.

 

Eine der Geschichten über die Sirenen:

Eigentlich verbrachten sie Tag und Nacht mit ihrer Freundin Persephone. Umso unerklärlicher war es, dass diese eines Tages einfach verschwand und nicht mal die Sirenen wussten, was mit ihr geschehen war. Anfangs machten sie sich noch keine Sorgen, aber als Demeter nach ihrer Tochter zu suchen begann, halfen die Sirenen tatkräftig mit. Da sie Persephone nirgends finden konnten, baten sie die Götter um Flügel, um auch auf dem Meer nach ihr suchen zu können. Diese bekamen sie auch. Sie flogen überall hin und hielten sich dabei gegenseitig laut rufend und singend auf dem Laufenden. Aber Persephone war nicht nur wie vom Erdboden verschwunden, sie war tatsächlich vom Erdboden verschwunden, denn Hades hatte sie in die Unterwelt entführt. Aber das ist eine andere Geschichte ...

7. Das Auge im Wind
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