3. Die Rebellin

Finde dich mit keinem Unrecht ab!

 

 

Inspiration: Imap Ukuá (Mutter der Fische)

Diese Figur ist inspiriert vom rebellischen Kind, das Imap Ukuá war, bevor sie zur Mutter des Meeres wurde. Sie verspürt eine sehr produktive Wut, als sie von ihrem Mann betrogen wird und ihr Vater sie im Stich lässt und misshandelt, um sein eigenes Leben zu retten. Aus ihrem Fleisch und Blut entstehen die Meerestiere und sie wird die Mutter der Meere. Aber sie bleibt eine schnell erzürnbare Göttin, die Ernährerin der Inuit, die auch sehr strenge Regeln vorgibt. Wenn die Menschen zum Beispiel zu viele oder zu junge Tiere fangen, versteckt sie diese in ihren wilden Haaren oder schickt einen Sturm.

 

Eine der Geschichten über Imap Ukuá:

Sie war ein schönes Mädchen und keiner der Männer war gut genug für sie. Bis eines Tages ein reicher Mann auftauchte und ihr ein angenehmes Leben in Aussicht stellte. Sie willigte ein, ihn zu heiraten und mit ihm zu gehen. Doch leider hatte er sie belogen. Sein Zuhause war ein Felsen auf einer einsamen Insel, und er machte sich auch gleich auf den Weg, weil er wichtige Dinge zu erledigen hatte – als Krähe flog er davon und ließ sie alleine zurück. Sie war verzweifelt und weinte bitterlich, der Wind trug den Widerhall ihrer Klage bis zu ihrem Vater. Der kam mit seinem Boot und rettete sie von dem Felsen. Doch auf ihrem Weg zurück kamen riesige Wellen auf. Ein Sturm zerrte an ihrem Boot und ließ es beinahe kentern. „Das ist dein Ehemann! Er ist ein mächtiger Zauberer und will dich wieder haben! Ich muss dich also zurückgeben, sonst wird er uns beide umbringen!!!“ rief ihr Vater in Panik und warf seine Tochter ins Wasser. „Nein, Papa! Nein! Hilf mir!“ weinte sie und versuchte ins Boot zurück zu klettern. Ihr Vater aber schlug ihr mit den Paddeln auf die Finger, auf die Hände, die sogleich abbrachen, weil sie von der eisigen Kälte schon gefroren waren. Sie glitt zurück ins Meer und sank in die Tiefe. Ihre Finger und ihr Blut verwandelten sich in Fische, Robben und Wale. Seitdem lebt sie in der Tiefe des Meeres und kümmert sich um ihre Kinder, die Meerestiere.

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Foto: Joseph Devitt Trembay 

3. Die Rebellin
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